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Das Affiliate Programm von Bodo Schäfer: Eine Buchvorstellung, die funktioniert

Die meisten Buchvorstellungen im Netz sind austauschbar, weil sie dem gleichen Muster folgen: Klappentext umformuliert, drei Kapitel zusammengefasst, Fazit „absolute Empfehlung". Solche Texte werden weder gelesen noch geklickt. Deshalb hier ein Aufbau, der in der Praxis besser trägt – am Beispiel der Titel aus diesem Programm.

Teil 1: die Situation, nicht das Buch. Fang mit dem Problem an, für das der Titel eine Antwort ist. Nicht „ich stelle euch heute X vor", sondern die konkrete Lage: das Gespräch über Geld, das man mit den Kindern nie geführt hat, die dritte gescheiterte Sparvorsatz-Runde, die Beförderung, die an jemand anderen ging. Wer hier gut anfängt, hat den Leser für den Rest.

Teil 2: was das Buch tatsächlich tut. Nicht was drinsteht, sondern was es beim Lesen bewirkt. Gibt es eine Struktur, an der man sich entlanghangeln kann? Ist es eine Geschichte, die man weiterreicht? Ist es ein Nachschlagewerk? Das ist die Information, die niemand aus dem Titel ableiten kann.

Teil 3: für wen es nichts ist. Der wichtigste Absatz und der, der fast immer fehlt. Wer schreibt, dass ein Titel für Leser mit Vorwissen wenig Neues bringt, verliert ein paar Klicks und gewinnt die Glaubwürdigkeit für alles Weitere.

Teil 4: der Link, an der richtigen Stelle. Nicht oben, nicht ganz unten, sondern direkt nach dem Absatz, der jemanden neugierig gemacht hat.

Die Titel, auf die sich das anwenden lässt:

Drei dieser Titel wurden millionenfach verkauft, was für den Aufbau praktisch ist: Bei bekannten Büchern kannst du Teil 2 kurz halten und mehr Platz in Teil 1 und 3 stecken. Bei den weniger bekannten ist es umgekehrt.

Was ich weglassen würde: Sternebewertungen, ausführliche Inhaltsangaben und die Formulierung „ein Muss für jeden, der …". Ersteres wirkt nach Schema, Zweiteres nimmt den Anlass zu klicken, Drittes glaubt niemand.

Ein Detail zur Länge: Buchvorstellungen scheitern öfter an zu viel als an zu wenig. Wer den gesamten Inhalt referiert, produziert einen Text, nach dem niemand mehr etwas wissen will. Vier Absätze mit einer klaren Haltung schlagen zwölf mit vollständiger Wiedergabe – und sie sind schneller geschrieben, was für die Regelmäßigkeit wichtiger ist, als man denkt.

Und noch etwas zur Überschrift: Sie sollte das Problem enthalten, nicht den Buchtitel. Leute suchen nach ihrer Situation, nicht nach einem Titel, den sie noch nicht kennen. Bei den drei bekannten Büchern kann man davon abweichen, weil der Name selbst gesucht wird – bei den übrigen nicht.

Was noch hilft: eine einzige eigene Beobachtung, die man nirgends sonst liest. Ein Satz darüber, was dich beim Lesen genervt hat, macht einen Text glaubwürdiger als drei Absätze Lob. Das ist auch der Unterschied zu einer Werbemittel-Vorlage – die kann vieles, aber sie kann nicht deine Meinung enthalten.

Zur Einordnung: Die Bücher sind kostenfrei zu bekommen und bringen 5 € pro Bestellung. Getrackt wird über die Sitzung, weshalb der Link an einer Stelle stehen sollte, an der jemand bereit ist, sofort zu handeln – nicht dort, wo er noch abwägt.

Anmeldung kostenlos, keine Bewerbung, sofortige Freischaltung.

Schreibt ihr in Buchvorstellungen offen, was euch nicht gefallen hat – oder lasst ihr das weg, wenn ein Link im Text steht?